Überraschung zum 40-jährigen Jubiläum

Eigentlich hatte Pfarrer Dr. Wilfried Evertz schon überlegt, ob nicht ein spannender Krimi im Fernsehen zu sehen sei. Aber dann klingelte sein Bruder an der Tür und sie gingen noch einmal gemeinsam zur Kirche. „Da habe ich mir gedacht, hier ist irgendwas los“, sagte der Jubilar später. Überraschung gelungen: Nachdem nämlich der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs An Rhein und Sieg die Kirche nach der Samstagsabendmesse verlassen hatte, wurde ordnungsgemäß gelüftet und die 55 Plätze in der Kirche wurden von geladenen Gästen eingenommen. Denn genau an diesem Tag vor 40 Jahren wurde Dr. Wilfried Evertz im Dom zu Köln von Kardinal Höffner zum Priester geweiht. Ursprünglich sollte dieses Jubiläum am Sonntag beim Pfarrfest gefeiert werden, doch die anhaltende Corona-Pandemie hatte diese Pläne zunichte gemacht. Mit einer kleinen Andacht, zelebriert von Pfarrer Michael Dörr, überraschten der Seelsorgebereich sowie die Gemeinde St. Josef Pfarrer Dr. Evertz.

Auf unterschiedlichste Art und Weise erinnerten in der Feierstunde Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken, Bezirksbürgermeister Guido Déus, die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Beuel Dr. Heike Lipski-Melchior, sowie Pfarrgemeinderatsvorsitzende Petra Gläser, Christoph Westemeyer für den Vorstand des Pfarrausschusses St. Josef und Dr. Stephan Kern als ehemaliger Kirchenvorstandsvorsitzender und enger Freund in ihren Reden an das vielfältige Wirken von Monsignore Dr. Evertz.
Im Oktober 1953 wurde er in Leverkusen-Opladen geboren, wuchs mit seinem Bruder und seinen Eltern in Langenfeld auf und war der dortigen Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt fest verbunden. Nach dem Abitur studierte er Theologie und Geschichte in Bonn. 1980 wurde er im Kölner Dom von Joseph Kardinal Höffner zum Priester geweiht, seine Primiz feierte er in seiner Heimatgemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Langenfeld. Als Primizspruch wählte er damals: „Wahrlich ich sage Euch, der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte nicht größer, als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr danach handelt.“

Drei Jahre lang wirkte er als Kaplan in Remscheid-Lennep, wechselte 1983 nach Bonn als Repetent an das Erzbischöfliche Theologenkonvikt, von 1989 bis 1997 war er Direktor des Collegium Albertinum, in dem die Priesterkandidaten des Erzbistums leben und studieren.

1996 wurde er zum „Kaplan seiner Heiligkeit“ ernannt und führt seitdem den Titel „Monsignore“. Im Frühjahr darauf wechselte der heute 66-Jährige als Pfarrer in die Gemeinde St. Josef nach Beuel. Seit 2008 ist er leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs „An Rhein und Sieg“.